KGS Osterather Straße

KGS Osterather Straße

Schulerweiterung in Holzbauweise, Köln

Ort: Osterather Straße 13, Köln

Auftraggebende: Gebäudewirtschaft der Stadt Köln

Bauunternehmer: Blumer Lehmann AG 🡥

Größe: 1.582 m² NF

KG 300 und 400: 8,09 Mio. €

Planungszeitraum: 2022–2023

Inbetriebnahme: Juni 2026

Energiestandard: KfW 40 Standard mit phpp Planung

Primärer Energiebedarf in kWh/m²a: 113

Die Stadt Köln reagiert auf wachsende SchülerInnenzahlen und steigende Anforderungen an Bildungsbauten mit einem zukunftsweisenden Konzept: dem modularen Holzbau. Im Rahmen eines europaweiten Vergabeverfahrens erhielten baut architektur gemeinsam mit Blumer Lehmann den Zuschlag für zwei Schulerweiterungen, darunter die Städtische Katholische Grundschule Osterather Straße. Die KGS Osterather Straße liegt in einem gewerblich geprägten Umfeld in Köln‑Neuehrenfeld und setzt sich aus mehreren Gebäuden unterschiedlicher Bauzeiten zusammen. Das denkmalgeschützte Bestandsgebäude wurde im Laufe der Jahre durch verschiedene Ergänzungen verdichtet. Vor diesem Hintergrund versteht sich der neue Erweiterungsbau bewusst als ruhiger eigenständiger Baustein, der sich klar vom heterogenen Bestand absetzt.

Die von baut architektur geplanten und von Blumer Lehmann produzierten Holzmodule ermöglichen einen kontrollierten Bauablauf, verkürzte Bauzeiten und eine gleichbleibend hohe Ausführungsqualität. Das Raumkonzept folgt einem zeitgemäßen pädagogischen Ansatz. Neben den Klassenräumen entstehen offene und flexibel nutzbare Lernbereiche, die unterschiedliche Unterrichtsformen aufnehmen können. Die Flure werden durch Nischen erweitert, wodurch weitere Lern- und Aufenthaltsräume für die SchülerInnen entstehen. Zur Förderung der Schulgemeinschaft sind größere Bereiche, die sogenannten Foren, geschaffen worden. Die Mensa mit rund 150 Sitzplätzen ist mit einer großen Fensterfront zum Schulhof hin ausgerichtet. Als zentraler sozialer Ort wirkt sie durch Tageslicht und Sichtbezüge freundlich und einladend.

Die warme Atmosphäre der Innenräume wird maßgeblich durch die sichtbare naturbelassene Holzkonstruktion im Zusammenspiel mit einem zurückhaltenden aus dem Bestand entwickelten Farbkonzept geschaffen. Gleichzeitig erfüllt der Neubau hohe Anforderungen an Nachhaltigkeit, Funktionalität und Sicherheit.

Tragende Kerne, Aufzugsschacht und Fundamente wurden in Betonfertigteilbauweise ausgeführt und sinnvoll mit der Holzkonstruktion kombiniert. Der Einsatz von Holz als nachwachsendem Rohstoff trägt aktiv zur CO₂‑Reduktion bei, während eine energieeffiziente Gebäudehülle, die Photovoltaikanlage auf dem Dach sowie die Möglichkeit des sortenreinen Rückbaus den nachhaltigen Anspruch des Projekts unterstreichen. Durch die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten, die Vorfertigung der Module und präzise architektonische Entscheidungen konnte die Schulerweiterung in kurzer Zeit realisiert werden. So entsteht ein Bildungsbau, der funktionale, gestalterische und ökologische Qualitäten verbindet und als zukunftsweisendes Modell für den Schulbau in Köln verstanden werden kann.

 

 

 

Download Projektbeschreibung

zurück zur Projektübersicht

 

Fotografie: © Lioba Schneider, Köln