Baugemeinschaft Familien@Clouth
Neubau auf dem Clouth-Quartier in Köln Nippes

Ort: Am Walzwerk, Köln Nippes
Auftraggebende: Familien@Clouth
Größe: 1050 m² gem. WoFIV
Nutzung: 8 Wohneinheiten
KG 300 und 400: ca. 2,14 Mio € Brutto
Fertigstellung: 2017
Planungszeitraum: 2015 – 2016
Realisationszeitraum: 2016 – 2017
Beauftragte Leistungsphasen: 1 – 8
Fotografie: © Jens Willebrand, Köln
Im Jahr 2012 schlossen sich acht Familien zur Baugemeinschaft Familien@Clouth zusammen und erhielten im Vergabeverfahren der Entwicklungsgesellschaft moderne stadt den Zuschlag für ein Grundstück am Rand des Johannes-Giesberts-Parks im Kölner Clouth-Quartier. Ziel war es, gemeinschaftlich ein Wohngebäude zu entwickeln, das individuelle Wohnbedürfnisse mit einer hohen architektonischen Qualität verbindet.
Auf Basis der städtebaulichen und gestalterischen Vorgaben des Quartiers entstand ein Mehrfamilienhaus mit offen konzipierten Wohnungen, die von der besonderen Lage zwischen urbanem Quartier und großzügiger Parklandschaft profitieren. Je nach Ausrichtung eröffnen sich unterschiedliche Qualitäten hinsichtlich Ausblick, Belichtung und Wohnatmosphäre. Die Grundrisse wurden gemeinsam mit den Bauherr:innen entwickelt und individuell auf die Bedürfnisse der einzelnen Familien zugeschnitten.
Großzügige Raumhöhen, großformatige Fenster und offene Wohnbereiche verleihen den Wohnungen eine loftartige Atmosphäre. Der sorgfältig detaillierte Baukörper wird von einem warmen, anthrazitfarbenen Backstein geprägt, der in Kombination mit den schlanken goldfarbenen Fensterrahmen einen markanten und zugleich eleganten Dialog mit der umgebenden Bebauung und dem benachbarten Park eingeht.
Das Projekt zeigt beispielhaft, wie gemeinschaftlich organisierter Wohnungsbau hochwertige Architektur und individuelle Wohnkonzepte miteinander verbinden kann. Durch das große Engagement der Baugruppe und umfangreiche Eigenleistungen konnten die Wohnungen wirtschaftlich realisiert werden und leisten damit einen Beitrag zur Diskussion um qualitätsvolles und zugleich bezahlbares Wohnen in der Stadt.
Gemeinsam mit der benachbarten Baugruppe „Energieplus“ entstand zudem ein gemeinschaftlich genutzter Garten, der beide Projekte räumlich und sozial miteinander verbindet und den Gedanken der Nachbarschaft über die Grundstücksgrenzen hinaus weiterführt.
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