Pixelparkhaus Köln
Sanierung eines siebengeschossigen Bürohauses aus den späten 1960er Jahren

Ort: Köln, Friesenplatz
Größe: ca. 2.100 m²
Anzahl der Wohneinheiten: 2 Wohn- / 8 Gewerbeeinheiten
KG 300 und 400: ca. 1.9 Mio. € Brutto
Fertigstellung: 2000
Planungszeitraum: 1998 – 1999
Realisationszeitraum: 1999 – 2000
Beauftragte Leistungsphasen: LP1 – LP8
Fotografie: © Michael Böttcher-Entenmann, Köln
Mit der Umnutzung eines bestehenden Bürogebäudes am Friesenplatz entstand Ende der 1990er-Jahre ein innovativer Arbeitsstandort im Herzen Kölns. Die Bauaufgabe umfasste neben der vollständigen Sanierung und Umnutzung des Hauptgebäudes zum sogenannten Pixelparkhaus auch die Errichtung einer zweigeschossigen Tiefgarage sowie eines zusätzlichen Neubaus im Blockinnenbereich.
Prägendes Element des Hauptgebäudes ist die neue Pfosten-Riegel-Fassade aus raumhohen Verglasungen und geschlossenen Fassadenelementen. Ungewöhnlich dabei ist die Umkehrung der üblichen Fassadenlogik: Die geschlossenen Elemente dienen als öffenbare Lüftungsflügel und ermöglichen eine natürliche Belüftung der Innenräume. Gemeinsam mit dem außenliegenden Sonnenschutz entsteht so ein lebendiges Fassadenbild, das sich je nach Witterung und Nutzung ständig verändert. Gleichzeitig sorgen die großzügigen Verglasungen für helle Arbeitsräume und eine hohe Aufenthaltsqualität.
Bei der Planung wurde besonderer Wert auf nachhaltige Materialien und einen ressourcenschonenden Gebäudebetrieb gelegt. Statt auf aufwendige Haustechnik setzte das Konzept auf einfache, langlebige und energieeffiziente Lösungen.
Das schmale und tief geschnittene Grundstück war historisch nahezu vollständig bebaut. Während früher ein mehrgeschossiges Hinterhaus den Blockrand schloss, wurde der Innenbereich nach den Kriegszerstörungen überwiegend als Parkplatz genutzt. Im Zuge der Neuentwicklung erhielt das Areal eine neue räumliche Ordnung und Nutzung.
Als bewusster Kontrast zur gläsernen Architektur des Hauptgebäudes entstand im Innenhof ein zweigeschossiger Holzbau. Die kompakte „Holzkiste“ beherbergt zwei Wohnungen sowie eine Büroeinheit im Erdgeschoss und setzt mit ihrer Materialität einen warmen Akzent innerhalb des urbanen Ensembles. Durch das Zusammenspiel von Bestandsumbau und Neubau entstand ein vielschichtiger Gebäudekomplex, der Arbeiten, Wohnen und nachhaltige Architektur auf engem Raum miteinander verbindet.

